Eine teurere, aber effektivere Methode der Abfallsammlung wählte einer der Budapester Stadtbezirke. Die Leitung des siebenten Stadtbezirks entschied sich dafür, die Auge und Nase anekelnden Container für selektive Abfallsammlung von den öffentlichen Straßen und Plätzen zu bannen, und diese lieber in die Gemeinschaftshäuser umzusiedeln.
Laut dem Ideenschöpfer sprachen für die Neuerung jene internationalen Ermessungen, laut denen durch die Sammelinsel für getrennt gesammelte Abfälle an den öffentlichen Straßen und Plätzen weniger als 10 Prozent der Bevölkerung des Stadtteils erreicht wird. Diese Zahl liegt vor allem deshalb so niedrig, weil die Leute, bei denen die Absicht für Trennen des Mülls vorhanden ist, oft aus Bequemlichkeitsgründen nicht mehr nach den Müllcontainern auf den Straßen suchen.
Schätzungen zufolge kann in die selektive Abfallsammlung in den Gemeinschaftshäusern 45 Prozent der Bevölkerung einbezogen werden. Die höhere Zahl ist schon allein deshalb kein Zufall, weil der getrennt gesammelte Müll durch ein Kommunalbetrieb der Hauptstadt kostenlos abtransportiert wird, das heißt auf diese Weise kann die Wohngemeinschaft mehrere Hunderttausend Forint im Jahr einsparen.