Europa sitzt auf einem Müllhaufen

Der alte Kontinent ist voll von Müll. Stellt euch vor, dass in der EU jährlich fast 2 Milliarden Tonnen fester Müll entsteht. Also jeder Bürger müsste die Lagerung, beziehungsweise die Verwertung von 3,5 Tonnen Müll pro Kopf besorgen. Dem ist es aber nicht so: weniger als 30 Prozent des Mülls wird wieder verwendet. Dieser Durchschnittswert kommt so zustande, dass es Mitgliedstaaten gibt, wo 90 Prozent des Abfalls der Ortschaften auf Müllablageplätzen deponiert wird, in anderen Ländern beträgt dieses Verhältnis nur 10 Prozent. Diese Situation hatte das Europäische Parlament satt, und nahm im Juni dieses Jahres die Richtlinie für Abfallverwertung an. Hinter dem komplizierten Ausdruck stehen harte Vorschriften. Das bedeutet nämlich so viel, dass die Länder der Union bis 2020 erreichen müssen, dass 50 Prozent der Papier-, Eisen- und Glasabfälle wieder verwertet wird. Bei den Bau- und Abrissmüll muss diese Zahl sogar 70 Prozent betragen. Das ist aber noch nicht alles für die Mitgliedsstaaten: innerhalb von fünf Jahren haben sie zwingend einen Abfallmanagementplan und Programme für das Vorbeugen von Abfällen zu schaffen, damit dieser Müllberg, auf dem wir schon jetzt sitzen, nicht noch höher wird...